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PREISTENDENZ vom 23.11.2011
Ölpreis sinkt leicht. Dollar stabil.
In den vergangenen Tagen ist der Ölpreis deutlich von Werten um USD 114 auf aktuelle USD 107 gefallen, während die amerikanische Währung gegenüber dem Franken bei 91 Rappen stabil bleibt. Wegen der Trockenheit steigen indessen die Kosten für die Rheinfracht auf das Vierfache üblicher Werte und sorgen für anhaltend hohe Heizölpreise in der Schweiz. An dieser Front ist erst mit starken Niederschlägen mit einer Entspannung zu rechnen. Die lassen aber auf sich warten. Die Versorgung der Schweiz mit Heizöl, Diesel und Benzin über den Rhein bleibt damit beeinträchtigt. Bisher ist beim Ölpreis noch keine Reaktion auf die Zuspitzung beim iranischen Atomwaffen-Programm zu beobachten. Die wichtigen westlichen Staaten versuchen, die iranischen Ölexporte einzuschränken und das Bankensystem zu isolieren. Das wird die Mullahs kaum beeindrucken, denn bisher bieten sich mit den UN-Vetostaaten Russland und China weiterhin ausreichend kooperative Handelspartner als Alternative an. Sollten die iranischen Ölexporte tatsächlich auf dem Weltmarkt fehlen, würde der Ölpreis stark ansteigen. Der Westen hat also die Wahl zwischen einem mit Nuklear-Waffen ausgerüsteten Iran oder seinen dringend benötigten Ölexporten. Die aktuellen Sanktionen werden sich in der Praxis wohl auf selektive Exporte Irans in ausgewählte Staaten beschränken. Und der Iran wird sein Rüstungsprogramm unbeeindruckt weiterführen. Solange, bis Israel gleich wie in der Vergangenheit reagiert und 'aus dem Nichts' und mit technischer Unterstützung der USA das iranische Atomwaffenprogramm angreift. Die Perspektiven für günstigere
Heizölpreise
sind aber nicht nur deswegen trübe. Auch der Finanzmarkt sorgt weiterhin für spekulativen Kaufdruck. In dieser Situation empfehlen wir das frühzeitige Bestellen einer Teilmenge. Verhindert teure Extrafahrten, weil kein Heizöl mehr da ist. Sorgt für eine garantiert warme Stube. Schont das Budget. Und liesse Platz für einen möglicherweise günstigeren Nachkauf, sollte sich die Situation wider Erwarten dennoch irgendwann entspannen.